MEDITATION

...ist nicht was du denkst. Komm in Berührung mit dEINEM Inneren.


ZazEN

Zazen das ist die sitzende Meditation. Zu Beginn meines Sommeraufenthalts im buddhistisch/christlichen Kloster plagten mich Rücken- und Hüftschmerzen, mein Körper hatte seine Aufrichtung und Einrichtung noch nicht gefunden. Die Hausgemeinschaft saß gemeinsam morgens, nachmittags und abends mit dem Blick gegen die Holzwand. Alle schienen bereits ihren ruhigen Geist und die perfekte Sitzhaltung gefunden zu haben. Nur ich nicht. Anfangs dachte ich, ich würde nach 2 Wochen vielleicht doch wieder heimfahren, doch langsam und auch fast unbemerkt, richtet sich alles beim Sitzen ein, bis ich nach 3 Wochen plötzlich bemerkte, dass ich schon seit Tagen keine Schmerzen mehr hatte und die Sammlung und Konzentration des Geistes in eine Weite übergegangen war, an dich ich eingangs nicht geglaubt hatte. Da stellte ich fest, dass mein Bemühen perfekt zu sitzen und den Atem unentwegt zu beobachten der Sammlung meines Geistes nicht dienlich war - denn es war unmöglich diese Perfektion zu erreichen. So hatte ich instinktiv aufgegeben dieser Perfektion zu folgen und bin einfach dem Ritual SITZEN GEHEN gefolgt. Einfach sitzen. Mit krummen Rücken, mit Phantasien im Geist. Ich hatte das Ziel losgelassen und da begannen sich Körper und Geist selbst zu überholen und anzukommen. Im Hier und Jetzt. 

Give it a try: Du hast noch nie Sitzmeditation probiert? Das ist perfekt, denn dann begegnest du ihr mit Anfängergeist - d.h. unvoreingenommen. Finde einen Platz wo du dich niederlassen kannst. Entweder im Fersen-, Schneider-, Burmesischen Sitz, in einer Lotusvariante oder auch nur auf einem Stuhl oder einer Bank mit den Füssen fest am Boden. 

Was begegnet dir körperlich? Was kannst du an der Bein, Becken, Schulter, Arm, Kopfstellung verändern? Und wie wirkt sich das körperlich in den Gelenken, Muskeln und Faszien aus? Was begegnet dir beim Beobachten des Atems während du einfach sitzt? Wie oft schweifen die Gedanken ab? Und wie reagiert der Geist auf das Bemerken dieses Abschweifens?  Wie lange kannst und magst du sitzen? Ist die Dauer der Sitzmeditation mit einer Leistung verbunden? Gibt es da die Parole des Durchhaltens? Wie fühlt sich das an die Zeit zu überdauern oder auch nicht?